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	<title>Medien | RAS Archiv</title>
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	<description>Archivseite der Revolutionären Aktion Stuttgart</description>
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		<title>Veranstaltungsreihe: Sagen was ist</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2026/08/17/veranstaltungsreihe-sagen-was-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 10:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzmeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Revolutionäre Aktion Stuttgart starten wir mit "Zu sagen was ist" ein neues Veranstaltungsformat: Jeden letzten Freitag im Monat laden wir zu einem kommunistischen Kneipenabend mit Input und Diskussion ein.]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Als Revolutionäre Aktion Stuttgart starten wir mit &#8222;Zu sagen was ist&#8220; ein neues Veranstaltungsformat: Jeden letzten Freitag im Monat laden wir zu einem kommunistischen Kneipenabend mit Input und Diskussion ein.</p>
<p>Während sich die kapitalistische Krise immer weiter zuspitzt, wächst gleichzeitig der Wunsch nach kommunistischen Antworten und nach politischer Orientierung. Genau hier möchten wir mit „Zu sagen was ist“ ansetzen und ein offenes Angebot schaffen: Wir wollen zusammenkommen, um unsere Positionen vorzustellen, zu diskutieren und um verschiedenste politische Themen präsent zu machen.</p>
<p>Wer auf der Suche nach kommunistischen Positionen, revolutionärer Perspektive und solidarischer Diskussion ist, ist herzlich eingeladen.</p>
<p>Zu sagen was ist<br />Jeden letzten Freitag im Monat im Linken Zentrum Lilo Herrmann</p>
<p>Der Auftakt für die Veranstaltungsreihe findet am 28. August um 19:00 statt.</p>
<p>
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</p></div>
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		<title>Broschüre: Widerstand von unten gegen Angriffe von oben</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2026/07/17/broschuere-widerstand-von-unten-gegen-angriffe-von-oben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 19:40:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eigene Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzmeldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben im Rahmen der „Kommunen am Limit“ Proteste in Stuttgart am 18.07 eine Broschüre erstellt, die sich mit den Angriffen auf die Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung auseinandersetzt. Wir veröffentlichen diesen hier als Textversion:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner">Wir haben im Rahmen der &#8222;Kommunen am Limit&#8220; Proteste in Stuttgart am 18.07 eine Broschüre erstellt, die sich mit den Angriffen auf die Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung auseinandersetzt. Wir veröffentlichen diesen hier als Textversion:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>WIDERSTAND VON UNTEN GEGEN ANGRIFFE VON OBEN</strong><br />
Gegen Sozialabbau, Krieg und Kapitalismus!<br />
Es ist soweit: Der Sozialabbau den CDU und SPD planen, ist der größte Angriff auf unsere Lebensbedingungen seit 1945. Wir sollen mehr, länger und für weniger Geld arbeiten. Sozialleistungen die Generationen vor uns erkämpft haben, sollen gekürzt oder gestrichen werden. Große Unternehmen kündigen Massenentlassungen und unbezahlte Mehrarbeit an.<br />
Sozialabbau auf der einen und unbegrenzte Aufrüstung auf der anderen Seite: Das deutsche Kapital rüstet sich auf unsere Kosten für die Krise.<br />
Es gilt aktiv zu werden: Den Angriffen von oben setzten wir unseren gemeinsamen Widerstand als Klasse entgegen! Unten gegen oben!</p>
<p><strong>EIN ANGRIFF VON OBEN</strong><br />
Der Sozialabbau ist keine Reaktion darauf, dass wir „seit Jahren über unsere Verhältnisse“ gelebt hätten, wie Merz behauptet. Er ist Teil einer aggressiven Krisenpolitik, die bereits von der Ampel-Regierung in Gang gesetzt wurde und heute von CDU und SPD auf die Spitze getrieben wird.<br />
Lange wurde dieser Angriff ideologisch vorbereitet. Zuerstwurden die Schwächsten beschimpft: Geflüchtete würden „in die Sozialsysteme einwandern“, Bürgergeldbezieher:innen wurden als „faul“ verächtlich gemacht. Dann konnten wir uns angeblich „das Pflegesystem nicht mehr leisten“. Jetzt trifft es alle: Egal ob arbeitslos, ob in Rente, in Schule und Uni oder in Lohnarbeit. Die Rentenkürzungen, Einschnitte bei der Pflege- und Gesundheitsversorgung, die nach wie vor geplante Erhöhung der Wochenarbeitszeit, neue Sanktionen im Bürgergeld, das Aushebeln des Kündigungschutzes, 4-Jahre befristete Arbeitsverträge – als Arbeiter:innen und Angestellte sind wir in der ganzen Breite und Unterschiedlichkeit unserer Klasse betroffen.<br />
Das kaum verhohlene Ziel ist dabei, den Unternehmen und Konzernen bessere Bedingungen zur Ausbeutung von Beschäftigten zu verschaffen. Lohn und Arbeitsbedingungen werden systematisch<br />
verschlechtert, soziale Absicherungen abgebaut und der Druck, unter miesesten Bedingungen zu arbeiten, wird erhöht. Darauf drängen die führenden Kapitalverbände und die Köpfe der Großkonzerne. Und Wirtschaftsministerin Reiche, die selbst aus der Leitung eines Energiekonzerns kommt, stimmt ihnen zu: Sie sieht im Sozialstaat eine „Belastung für den Kostenfaktor Arbeit“. Die Sicherung der sowieso schon hohen Profite deutscher Konzerne wird zum Kernanliegen der Politik. Fakt ist: Wenn irgendwer in den letzten Jahren über seine Verhältnisse gelebt hat, dann ist es die Machtclique von Kapitalist:innen und bürgerlicher Politiker:innen.</p>
<p><strong>UNSERE ANTWORT AUF IHRE KRISE: KLASSENKAMPF VON UNTEN</strong><br />
Ursache dieser Verschärfungen ist eine tiefe internationale Krise des Kapitalismus. Zwar sprudeln die Gewinne weiterhin und gibt es tägliche neue und Millionäre und Milliardäre, dennoch wird es für die Kapitalist:innen in der Tendenz schwerer Profite einzufahren. Die Folge: Die Konkurrenz unter den Herrschenden, zwischen Staaten, Banken und Konzernen wird härter. Um nicht kurz oder langfristig abgehängt zu werden, rüsten die Herrschenden rund um den Globus um in Wirtschaftskriegen und militärische Konflikten bestehen zu können. Kriege die immer auf dem<br />
Rücken der Beschäftigten und Arbeitslosen ausgefochten werden!<br />
Der Sozialabbau den die Regierung plant, betrifft nicht nur einzelne, sondern ist ein Generalangriff der Reichen und ihrer mächtigsten Konzerne auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Diese Menschen haben erkannt, dass sie gemeinsame Interessen haben und haben daraus ein Regierungsprogramm erstellt. Es hilft nichts darauf zu hoffen, diesmal noch verschont zu werden: Jetzt ist die Zeit aus der Passivität zu kommen! Wir müssen uns und unsere Kolleg:innen, Freund:innen, Nachbarn aufklären und beginnen zu kämpfen. Gegen den Sozialab-bau, gegen jede einzelne Entlassung und Werksschließung, gegen Befristung und die Verlängerung der Arbeitszeit – und natürlich gegen die damit eng verknüpfte Aufrüstung und die Hetze der Rechten, die nur darauf abzielt unsere berechtigte Wut auf Sündenböcke abzulenken! Das ist unser gemeinsames Klasseninteresse, unser Klassenkampf! Für den Sozialismus!</p>
<p><strong>GENERALANGRIFF AUF UNSERE LEBENSBEDINGUNGEN</strong></p>
<p><strong>Rente? Arbeiten bis zum Tod!</strong><br />
-&gt; Die Regierung will das Rentenalter schrittweise auf 70 Jahre erhöhen. Frührente soll abgeschafft werden. Weil viele aber schon viel früher nicht mehr können, müssen sie Abschläge in Kauf<br />
nehmen – eine doppelte Rentenkürzung!<br />
-&gt; Ein Teil unseres Rentenbeitrags sollen wir zukünftig auf dem Aktienmarkt anlegen müssen. Gern wird von Rentenfonds auch in Wohnungsunternehmen wie Vonovia investiert: Im Zweifel wird einer Rentnerin die Miete erhöht, um die Ausschüttung der Kapitalrente zu ermöglichen. Hört sich absurd an? Das ganze ist vor allem ein Geschenk von Blackrock-Merz an die Banken und Versicherungen!<br />
-&gt; Es wird gekürzt, was sowieso schon zu niedrig ist: Das Rentenniveau in der BRD liegt bei nur 52% des letzten Nettos, eines der niedrigsten in Westeuropa (Italien 81,7%). Dazu müssen wir jetzt schon 3-5 Jahre länger arbeiten als unsere Nachbarn.</p>
<p><strong>Pflegebedürftig? Dein Problem!</strong><br />
Wer nicht reich ist und pflegebedürftig wird, hat Pech gehabt – und pflegende Angehörige auch:<br />
-&gt; Geld für Haushaltshilfen gestrichen<br />
-&gt; Zuschüsse für Pflegeheimkosten gekürzt<br />
-&gt; weniger Rente für pflegende Angehörige<br />
-&gt; in Pflegestufe 1 gibt’s gar nichts mehr<br />
-&gt; Tarifvertrag für Pflegekräfte „ausgesetzt“<br />
-&gt; und viele weitere Grausamkeiten<br />
Die Botschaft ist klar: Wer früher stirbt, kostet länger nix!</p>
<p><strong>Noch nicht genug geschwitzt? Reiche wirft den Ofen an!</strong><br />
40°C im Juni? Da geht noch mehr! Gas-Lobbyistin und Ministerin Reiche will neue Gaskraftwerke bauen, Öl-Heizungen weiterbetreiben und den Ausbau erneuerbarer Energien „verlangsamen“. Was<br />
noch? Klimaneutral bis 2050 muss laut Reiche nicht sein, dauerhaft 5-10% fossile Energien hören sich in ihrem klimatisierten Büro gar nicht so schlimm an.</p>
<p><strong>„Insgesamt ist die Arbeitsleistung</strong><br />
<strong>unserer Volkswirtschaft nicht hoch</strong><br />
<strong>genug“ – Friedrich Merz</strong><br />
Um das zu ändern haben SPD und CDU ein paar Ideen:<br />
-&gt; Bis zu 4 Jahre am Stück sollen unsere Arbeitsverträge zukünftig „sachgrundlos“ befristet sein dürfen. Heißt im Klartext: Wer aufmuckt, sich über Arbeitsbedinungen beschwert, mehr Lohn fordert oder öfters mal krank ist, soll zukünftig ohne Begründung entlassen werden können!<br />
-&gt; Zukünftig sollen wir schon am 1. Tag Krankheit ein ärztliches Attest vorlegen müssen<br />
-&gt; Der Kündigungschutz soll aufgeweicht werden. Erst mal nur für „Besserverdienende“ – wer’s glaubt…<br />
-&gt; Der Plan die Wochenarbeitszeit von 40 auf 48 Stunden zu erhöhen ist auch noch nicht vom Tisch&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>
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		<item>
		<title>Revolutionäre Perspektiven auf den Iran. Interview mit Feminists4Jina</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2026/03/13/revolutionaere-perspektiven-auf-den-iran-interview-mit-feminists4jina/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 15:02:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Lage im Iran haben wir ein Interview mit Leyla von Feminists4Jina geführt. Sie selbst war bei den Aufständen Anfang des Jahres im Iran.<br />Sie spricht mit uns über die Proteste, die Angriffe des US-Imperialismus &amp; Israels, sowie die Kräfteverhältnisse in der dortigen Oppositionsbewegung.</p>
<p>Das Interview findet ihr <a href="https://archive.org/details/f-4-j-ras-interview">hier</a>, sowie bei <a href="https://linktr.ee/redact0711">red.act</a> auf <a href="https://open.spotify.com/show/5MXG1OoOl75z0XmFMKc7AP">Spotify</a> und Soundcloud</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Hände Weg von Kuba: Solidarität mit der Revolutionären Regierung und dem kämpferischen kubanischen Volk!</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2026/02/23/haende-weg-von-kuba-solidaritaet-mit-der-revolutionaeren-regierung-und-dem-kaempferischen-kubanischen-volk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 16:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eigene Texte]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Mit dem Erlass einer Executive Order am 29. Januar, durch die Kuba als “außerordentliche Bedrohung” für die Vereinigten Staaten eingestuft wird, verschärft das Trump-Regime die seit Jahrzehnten bestehende US-Politik der Erstickung des sozialistischen Inselstaates erneut. Bereits mit seinem Amtsantritt hatte Trump den Druck auf Kuba deutlich erhöht, indem er die Wiederaufnahme auf die Liste der Staaten, die Terrorismus unterstützen würden, veranlasste und Sekundärsanktionen gegen Investitionen auf der Insel einführte.</p>
<p>Im Januar 2026 eskalierte die Lage dann weiter: Nach dem Angriff auf Venezuela und der faktischen Übernahme der Kontrolle über dessen Ölexporte kündigte das US-Regime Zolldrohungen gegen alle Staaten an, die Öl nach Kuba liefern. Diese Drohung richtete sich vor allem gegen Mexiko, das in letzter Zeit Kubas wichtigster Öllieferant geworden war. Gleichzeitig gab es Berichte über Sichtungen von US-Militärdrohnen vor der mexikanischen Küste. In der Folge stellte Mexiko die direkte Öllieferung ein und beschränkt sich seitdem auf indirekte Hilfe wie das Betanken von Flugzeugen mit Ziel Kuba und die Unterstützung durch humanitäre Hilfslieferungen. De facto besteht dadurch eine Seeblockade: Das US-Militär patrouilliert aktiv in der Karibikregion und wäre jederzeit dazu in der Lage, mögliche Treibstofflieferungen abzufangen, wie es in den letzten Monaten immer wieder getan hat.</p>
<p>Doch Kuba steht nicht erst seit kurzem unter massivem Druck des US-Imperiums: Kurz nach dem Sieg der kubanischen Revolution verhängten die USA eine strikte Wirtschaftsblockade gegen den kleinen Inselstaat. Allein im vergangenen Jahr verursachte diese Blockade Kosten in Höhe von 7,6 Milliarden US-Dollar für die kubanische Wirtschaft. Insgesamt belaufen sich die Kosten seit Beginn des Embargos im Jahr 1960 auf 170,7 Milliarden US-Dollar, unter Berücksichtigung von Inflation und weiteren wirtschaftlichen Schäden sogar auf 2,1 Billionen US-Dollar. Die Blockade wirkt dabei weit über den Energiesektor hinaus und betrifft alle Bereiche der kubanischen Gesellschaft. Kuba ist vom internationalen Finanzmarkt praktisch ausgeschlossen. Zahlungswege sind blockiert, internationale Investitionen und Handel werden erschwert oder verhindert.</p>
<p>Und genau das ist die brutale Logik der jahrzehntelangen US-Blockade: Es geht darum, der kubanischen Bevölkerung möglichst viel Leid zuzufügen und darauf zu hoffen, dass dies zu einer inneren Krise führt, die dann zum Sturz des sozialistischen Systems des Landes führt. Der revolutionäre Prozess soll unter dem andauernden Druck materieller Not zerbrechen. Fidel Castro selbst betonte aber schon, dass Widerstand unter solchen Bedingungen das Bewusstsein der Bevölkerung verändert. Wenn ihre Ursache richtig verstanden wird, führt Not nicht automatisch zu Resignation oder Niederlage – sie kann auch Klarheit hervorbringen.</p>
<p><a href="https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/website-banner-cuba.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="website-banner-cuba" data-rl_caption="" title="website-banner-cuba"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8470" src="https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/website-banner-cuba.jpg" alt="" width="809" height="455" /></a></p>
<p>Aktuell hat der akute Treibstoffmangel direkte Folgen für die Lebensmittelproduktion, den öffentlichen Nahverkehr, die Müllabfuhr und die Versorgung lebenswichtiger Infrastruktur. Stromrationierungen und regelmäßige Ausfälle beeinträchtigen Krankenhäuser, die Wasseraufbereitung und die Produktion. Trotz dieser massiven Einschränkungen versucht Kuba, den härtesten Hindernissen zu trotzen – aktuell etwa durch einen beschleunigten Ausbau der Solarenergie und lokale Initiativen zur Dezentralisierung der Energieversorgung, um die Abhängigkeit zu verringern.</p>
<p>Das Trump-Regime droht jedoch auch mit militärischen Maßnahmen gegen Kuba: Die Armada, die zuvor vor der Küste Venezuelas lauerte und Maduro in die USA verschleppte, könnte als nächstes gegen die sozialistische Insel eingesetzt werden.</p>
<p>Diese Verschärfung der US-Aggression gegen Kuba ist eine Fortsetzung der imperialistischen Offensive in Südamerika und zugleich Ausdruck einer Aktualisierung der sogenannten Monroe-Doktrin. Die USA erheben den Anspruch, ganz Südamerika und die Karibik als ihren Einflussbereich zu behandeln, und sind bereit, diesen mit wirtschaftlicher Erpressung, politischer Destabilisierung und militärischer Gewalt durchzusetzen. Kuba, Venezuela und andere Staaten, die sich diesem Herrschaftsanspruch widersetzen, sollen exemplarisch bestraft werden. Hinter dieser Politik steht dabei primär die strategische Konfrontation mit China als zentralem Gegner des US-Imperiums, eines Imperiums, das sich im Niedergang befindet.</p>
<p>Unabhängig von den direkten ökonomischen Interessen des US-Imperialismus in der Region hat der Krieg gegen Kuba zudem eine ideologische Komponente. Die Errungenschaften des sozialistischen Aufbaus in Kuba zeigen, dass eine kollektiv organisierte Gesellschaft keine Utopie ist, sondern eine reale Alternative darstellt. Gleichzeitig ist klar: Aufgrund der schwierigen Umstände und des äußeren Drucks gab und gibt es Hürden im sozialistischen Aufbau. Diese Feststellung ist keine moralische Belehrung, sondern eine nüchterne Anerkennung der realen Schwierigkeiten, mit denen jedes fortschrittliche Gesellschaftsmodell in einem imperialistischen Weltsystem konfrontiert ist. Wie der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel richtig feststellte: “Was den Imperialismus beunruhigt, ist das Beispiel Kubas – was Kuba ohne die Blockade erreichen kann, was ein anderes Modell, eine andere Art des Aufbaus, eine andere Form der Stärkung der Bevölkerung für die Welt bedeuten kann.”</p>
<p>Das Gleiche gilt auch für den gelebten Internationalismus Kubas, der sich in der Unterstützung antikolonialer Kämpfe, der Entsendung medizinischer Brigaden und der Verteilung eigener medizinischer Mittel manifestiert. In vielen ländlichen Gebieten Südamerikas hätten Menschen noch nie einen Arzt oder eine Ärztin gesehen, gäbe es nicht die kubanischen Brigaden vor Ort. Während der Corona-Pandemie leisteten kubanische medizinische Teams weltweit Hilfe – auch in europäischen Ländern – und Kuba stellte Ländern des Globalen Südens einen eigenen COVID-Impfstoff zur Verfügung, die von westlichen Staaten nicht ausreichend beliefert wurden, weil sie sich deren teure Vakzine nicht leisten konnten. Und trotz alledem schauen sie nun dabei zu, wie der sozialistische Inselstaat ausgehungert wird. Während man bei durch den Imperialismus ausgebeuteten Staaten in Südamerika und Afrika noch Verständnis für die Angst vor den Folgen einer Konfrontation mit den USA haben kann, spricht das Schweigen der europäischen Industrienationen Bände.</p>
<p>Kuba zeigt außerdem seit Jahrzehnten eine besondere Verbundenheit und Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf. Sei es durch die kostenfreie Ausbildung palästinensischer Ärzt:innen oder durch öffentliche Solidaritätsbekundungen, wie sie sich kaum ein anderer Staat zu zeigen getraut hat – insbesondere direkt nach dem 7. Oktober.</p>
<p><a href="https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="3" data-rl_caption="" title="3"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8499" src="https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/3.jpg" alt="" width="770" height="513" /></a></p>
<p>Unter anderem deshalb erfährt Kuba breite internationale Solidarität von nichtstaatlichen Akteuren und Bewegungen. So bildet sich eine Solidaritätsflotilla, die humanitäre Hilfslieferungen auf die Insel bringen möchte. Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erklären ihre Unterstützung, die Zapatistas bekunden ihre Solidarität und antikoloniale und antiimperialistische Bewegungen in Palästina, im Libanon und anderswo erklären offen, dass sie an Kubas Seite stehen. All dies zeigt die Bedeutung, die die kubanische Revolution und ihr Internationalismus bis heute überall auf der Welt haben.</p>
<p>Denn trotz seiner geringen Größe und des konstanten imperialistischen Drucks ist Kuba ein lebendiges Beispiel für ein revolutionäres sozialistisches Projekt, das weiterhin daran arbeitet, den Sozialismus im eigenen Land aufzubauen. Deshalb ist die kubanische Revolution für uns bis heute ein Bezugspunkt, den es gegen imperialistische Angriffe zu verteidigen gilt!</p>
<p>Zentral für die Verteidigung ist dabei Kubas Militärdoktrin &#8222;Guerra de todo el pueblo&#8220;, der &#8222;Krieg des ganzen Volkes&#8220;: Eine umfassende Volksmobilisierung, bei der Arbeiter:innen, Bäuer:innen, Studierende, städtische Gemeinschaften und soziale Organisationen einbezogen werden, hat sich in vielen historischen Situationen als wirksamster Schutz gegen äußere Angriffe erwiesen. Beispiele aus anderen Kontexten (wie erst kürzlich in Rojava) zeigen, dass kollektive Mobilisierung die Verwundbarkeit gegenüber militärischer Aggression bedeutend verringern kann.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Aggression des US-Imperialismus im Kontext einer weltweiten kapitalistischen Krise nimmt die Bedeutung des Internationalismus als politisches Kampffeld zu. In Gaza wurde die systematische Aushungerung einer gesamten Bevölkerung durch imperialistische Mächte weitgehend normalisiert. Weil es keine stark genug organisierte internationalistische und antiimperialistische Bewegung gab, die dies wirksam stoppen konnte, setzt sich diese Barbarei nun gegen Kuba fort. Solange es uns nicht gelingt, eine organisierte, schlagkräftige, internationalistische und antiimperialistische Bewegung aufzubauen, die den Imperialisten das Handwerk legen kann, werden solche Angriffe weitergehen. Genau das müssen wir hier im imperialistischen Zentrum deshalb als unsere Aufgabe begreifen.</p>
<p><strong>Hände weg von Kuba! Solidarität mit den Genoss:innen der Kommunistischen Partei Kubas und dem kämpferischen kubanischen Volk! Hasta la victoria siempre!</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wann wenn nicht jetzt? Die Revolution in Rojava verteidigen!</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2026/01/30/die-revolution-in-rojava-verteidigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 16:14:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Text der bundesweiten Plattform Perspektive Kommunismus zur Situation in Syrien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Text der bundesweiten Plattform <a href="https://perspektive-kommunismus.org" target="_blank" rel="noopener">Perspektive Kommunismus</a> zur Situation in Syrien.</em></p>
<p><span id="more-8460"></span></p>
<p>Die Ereignisse in Syrien überschlagen sich.</p>
<p>Nachdem das syrische Regime bereits in den letzten Wochen kurdische Stadtteile in Aleppo angegriffen hat, ist es nun zum zum Generalangriff auf die Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien übergegangen. Mittlerweile sind die mehrheitlich arabischen Städte unter Kontrolle des syrischen Regimes, in anderen Teilen Rojavas wird nach wie vor heftiger Widerstand geleistet. Insbesondere Kobane, eine Stadt, die wie sonst keine für den Widerstandsgeist Rojavas steht, ist aktuell eingekesselt durch die islamistischen Milizen unter Führung Jolanis.</p>
<p>Ohne wirklich tief in die militärische Situation vor Ort einzusteigen, lässt sich Eines klar sagen: Die Situation ist verdammt ernst. Es geht im Moment um alles. Es geht darum, ob Rojava fortbesteht oder fällt.</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Rojava wurde niemandem Geschenkt, Rojava wurde erkämpft!</strong></p>
<p>Das merkt man auch jetzt. Tausende reißen Grenzzäune nieder und versuchen nach Rojava zu gelangen, um sich an der Verteidigung zu beteiligen. Die Selbstverwaltung hat die Generalmobilmachung ausgerufen. Jede Zelle der Gesellschaft beteiligt sich nach ihren Möglichkeiten an der Selbstverteidigung.</p>
<p>Internationalist:innen greifen zu den Waffen und rufen weltweit dazu auf jetzt nach Rojava zu kommen. Auf der ganzen Welt strömen Menschen auf die Straßen um auf die Geschehnisse aufmerksam zu machen, ihren Genoss:innen Solidarität und Kraft zu schicken.</p>
<p>Die Errungenschaften Rojavas und der kurdischen Freiheitsbewegung sind immens.</p>
<p>Rojava ist ein Leuchtfeuer im sonst so reaktionären 21. Jahrhundert. Es hat gezeigt, dass auch heute noch eine revolutionäre Perspektive real werden kann, dass es inmitten von Barbarei und Reaktion möglich ist, demokratische Rätestrukturen, Frauenbefreiung, Ökologie und ein multi-ethnisches Zusammenleben praktisch werden zu lassen. Gleichzeitig war das Projekt nie eine Insel der Glückseligkeit. Der jahrelange, auf Zermürbung zielende niedrigschwellige Spezialkrieg der Türkei, ökonomische Herausforderungen und selbstverständlich auch verschiedenste Widersprüche in der Bevölkerung, gehören genauso zur Realität Rojavas, wie die Errungenschaften.</p>
<p>Wesentlich ist: Es ist ein authentischer revolutionärer Versuch, in dem die Bevölkerung keine bloße Zuschauerrolle einnimmt. Mit der Entwicklung des revolutionären Volkskriegs hat die kurdische Bewegung eine Strategie entworfen, die große Teile der Gesellschaft in die Selbstverteidigung miteinbezieht, die politische, soziale und militärische Elemente miteinander verbindet.</p>
<p>Und nicht zuletzt war Rojava immer ein internationalistisches Projekt. Es war immer – auch jetzt noch – möglich, sich daran zu beteiligen, einzutauchen und auch praktische Erfahrungen zu sammeln.</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Die Imperialisten sind Feinde Rojavas!</strong></p>
<p>Dass der Westen ein revolutionäres Projekt nicht dauerhaft dulden wird, war klar. Das Bündnis mit den SDF im Rahmen der „Anti-IS-Koalition“ war immer rein taktischer Natur. Dass die USA und auch der Rest der NATO nun grünes Licht für den Vernichtungsfeldzug gegen Rojava geben, war zumindest langfristig gesehen absehbar. Nachdem die freidrehenden IS-Banden etwas eingehegt werden konnten und Assad gestürzt wurde, bietet das neue syrische Regime den westlichen Imperialisten nun die Möglichkeit ihren Einfluss in der Region weiter auszubauen und auf Ressourcen zuzugreifen.</p>
<p>Nur wenige Tage nachdem die Jolani-Dschihadisten Anfang Januar mit ihrer Offensive gegen kurdische Stadtteile Aleppos, mit Massakern und Verschleppungen begannen, hat die CDU-Politikerin von der Leyen dem Regime im Namen der EU-Kommission 620 Millionen Euro Finanzhilfe für die nächsten zwei Jahren zugesichert. Deutlicher geht es nicht.</p>
<p>Auch die deutsche Regierung unter Friedrich Merz hat mit der nun verschobenen Einladung Jolanis nach Berlin klar gezeigt, dass sie auf der Seite der Reaktion steht und kein Interesse am Fortbestehen der einzigen Demokratie im Nahen- und Mittleren Osten hat. Sie strebt eine engere Kooperation mit der türkischen Rüstungsindustrie an und setzt Erdogans Repression gegen türkische und kurdische Linke auch hier im Land fort.</p>
<p>Strategisch gesehen sind alle imperialistischen und kapitalistischen Länder, die in der Region um ihre Interessen ringen, Feinde der Revolution: sie wollen eine Konterrevolution. Eine Region unter demokratischer Kontrolle der Bevölkerung, die sich nicht entlang ethnischer Grenzen spalten lässt, ist das Letzte was sie wollen – darin sind sie sich mit den Reaktionären vor Ort einig.</p>
<p>Sie wollen keine Selbstbestimmung in den kurdischen Gebieten, geschweige denn einen Staat mit sozialistischen Elementen. Denn das würde alle kapitalistischen Länder in der Region schwächen. Da wird lieber in Kauf genommen, dass zehntausende IS-Dschihadisten, die jahrelang von der Selbstverwaltung in Rojava gefangen gehalten wurden, die Region – und auch den Westen selbst – wieder mit Terror überziehen können. Behütet von der Türkei und dem Jolani Regime.</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Jetzt oder nie!</strong></p>
<p>Jetzt müssen wir alle auf die Straße gehen, die Doppelmoral der deutschen Politik entlarven und internationalen Druck gegen den Angriffskrieg aufbauen. Der Kurs der herrschenden Politik in Richtung autoritärer Staat und Militarisierung, ihr strategisches Interesse an einem prowestlichen Syrien und an einem guten Verhältnis zum NATO-Partner Türkei wird sich nicht durch Apelle an eine vernünftige oder menschlichere Außenpolitik verändern.</p>
<p>Die Veränderung entsteht von unten. Überall auf der Welt finden massenhafte Proteste statt. Schließt euch ihnen an!</p>
<p>Der Hauptfeind steht im eigenen Land! Aktionen gegen deutsche Regierung, gegen die deutsche Kriegsindustrie und alle Profiteure des Krieges sind in der aktuellen Phase wichtig. Wenn wir hier vor Ort den deutschen Imperialismus bekämpfen, ist das die beste Art und Weise, unsere Solidarität zu zeigen und den Widerstand der Freiheitskämpfer:innen zu unterstützen.</p>
<p>Kobane und Rojava wurden auch in der Vergangenheit mit Hilfe einer breiten internationalen Solidaritätsbewegung, die in zahlreichen Ländern kämpferisch auf der Straße gegangen ist gegen den IS verteidigt. Diese internationalistische Dynamik stärkt antikapitalistische und revolutionäre Linke weltweit.</p>
<p>Lasst uns nun die Revolution gegen das syrische Regime und den NATO Imperialismus verteidigen!</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Biji berxwedana Rojava!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Den deutschen Imperialismus bekämpfen. Widerstand aufbauen und international verbinden!</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2025/02/05/den-deutschen-imperialismus-bekaempfen-widerstand-aufbauen-und-international-verbinden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 19:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Eigene Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufruf von Perspektive Kommunismus Vom 14. – 16. Februar findet in München die inzwischen 61. „munich security conference“ statt. Ein privates Spitzentreffen, das von westlichen Kriegstreibern aus Politik, Rüstungsindustrie, Militär und Geheimdiensten dominiert wird. Ihr Kurs steht für das genaue Gegenteil von internationaler Sicherheit. So wurden auf der letztjährigen „msc“ zwar ein paar öffentlichkeitswirksame Krokodilstränen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufruf von <a href="https://perspektive-kommunismus.org/2024/12/28/den-deutschen-imperialismus-bekaempfen-widerstand-aufbauen-und-international-verbinden/">Perspektive Kommunismus</a></p>
<p>Vom 14. – 16. Februar findet in München die inzwischen 61. „munich security conference“ statt. Ein privates Spitzentreffen, das von westlichen Kriegstreibern aus Politik, Rüstungsindustrie, Militär und Geheimdiensten dominiert wird. Ihr Kurs steht für das genaue Gegenteil von internationaler Sicherheit. So wurden auf der letztjährigen „msc“ zwar ein paar öffentlichkeitswirksame Krokodilstränen wegen der unhaltbaren Lage der Palästinenser:innen in Gaza vergossen. Gleichzeitig nutzten die USA und Deutschland, die weiterhin größten aktiven Unterstützer des israelischen Staates und des Genozids an der palästinensischen Bevölkerung, das Treffen aber vor allem dafür, ihren Kurs der Aufrüstung, internationaler militärischer Einmischung und Rüstungsexporte zu bekräftigten. Deutlich wurde auch, dass die Strategen der herrschenden Klasse in Deutschland, sich darauf vorbereiten, unabhängiger von den USA, mit einer deutsch dominierten EU auf Kriegskurs zu gehen.</p>
<p>→ Die umfassende Konfrontation zwischen der NATO und Russland in der Ukraine und Osteuropa,<br />
→ Neuordnungskriege im Nahen und Mittleren Osten,<br />
→ militärische Eskalationen zwischen den USA und China im südchinesischen Meer,<br />
→ sowie zahlreiche weitere Kriege, die sich jenseits des Interesses der bürgerlichen Öffentlichkeit in verarmten, von internationalen Kapital in Abhängigkeit und Rückständigkeit gehaltenen Regionen abspielen – besonders verheerend etwa im Sudan.</p>
<p><strong>Es lässt sich nicht anders sagen: Die Welt brennt!</strong></p>
<p>Grund dieser Tendenz sind nicht einzelne Despoten oder ein versehentliches Schlafwandeln der Mächtigen von einer Eskalation in die nächste. Grund ist eine tiefe globale Krise des Kapitalismus, deren vielfältige Symptome derzeit die vermeintliche „Stabilität und Sicherheit“ auch in den kapitalistischen Zentren erschüttern. Die verschärfte Konkurrenz und die Destabilisierung der politischen Machtbalance im Lager der Herrschenden sind zwei Krisensymptome, die den Krieg nun schneller zum Mittel ihrer Wahl werden lassen. Dieser Zusammenhang lässt sich innerhalb dieses System nicht auflösen.</p>
<p>In den Kriegen der Herrschenden werden ihre Klasseninteressen in besonders klarer Form sichtbar. Das gilt aber auch auf der Gegenseite: Im Widerstand gegen ihre Kriege können die Interessen der Unterdrückten an einer Gesellschaft jenseits der kapitalistischen Machthaber und ihrer Kriegslogik besonders greifbar werden. Es kristallisieren sich die revolutionären Kräfte heraus, die in der Krise des bestehenden Systems handlungsfähig bleiben und bereit sind, die Macht der Herrschenden offen in Frage zu stellen – ohne sich auf die eine oder andere Seite der kapitalistischen Kontrahenten zu schlagen.</p>
<p>Das zeigt sich im Aufbau und der Verteidigung von Rojava, der multiethnischen demokratischen Selbstverwaltung in Nord-Ost-Syrien durch die kurdische Befreiungsbewegung. Die Bevölkerung und die Selbstverteidigungseinheiten Rojavas konnten sich in den vergangenen 10 Jahren gegen einen mal offenen, mal verdeckten Vernichtungskrieg der Türkei und verschiedener, mit ihr verbündeter, islamistischer Kräfte behaupten – und das obwohl sie es mit der zweitgrößten NATO-Armee und mit dschihadistischen Söldnerverbänden zu tun hatten, vor denen andere Armeen bereits kampflos kapituliert hatten.<br />
Dieser Kraftakt war nur möglich, weil er Teil eines revolutionären Prozesses ist, in dem vielfältige Machtstellungen auf Grundlage der Interessen der Bevölkerung geschaffen wurden, die miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig bestärken:</p>
<p>Auf den irakischen Bergen: Der professionelle Kampf der Freiheits-Guerilla gegen den türkischen Staat. In Rojava: Der Aufbau multiethnischer Volksverteidigungseinheiten, die Schaffung von Räten und anderen Organisierungen in der Bevölkerung, ihre Mobilisierung, politische Bildung und Einbeziehung in die Verteidigung. In der Türkei: breite Proteste und bewaffnete Widerstandsaktionen gegen das faschistoide Regime.</p>
<p>Dass die internationale Tendenz zum Krieg ihre eigene Gegentendenzen hervorbringt, wird auch an anderer Stelle sichtbar: Die Solidarität mit der palästinensischen Sache als Reaktion auf den Genozid in Gaza hat im vergangenen Jahr weltweit zu einer Politisierung breiter Bevölkerungsteile geführt – und international für Protest und Widerstand gegen die Komplizenschaft von Regierungen und Rüstungskonzernen mit Israel gesorgt. Bei allen politischen Widersprüchlichkeiten der heterogenen Palästina-Solidarität wird doch deutlich, dass linke Positionen gegen Militarismus, Rassismus und imperialistische Interventionen darin ein großes Gewicht haben und neue Ansätze internationaler Solidarität entstehen. Das antagonistische Potenzial dieser Solidarität sollte nicht unterschätzt werden: Die Duldung oder gar Beteiligung der kapitalistischen Eliten an einer derart unverhohlenen Barbarei, wie wir sie in Gaza erleben, führt logischerweise schnell dahin, ihre Macht und Interessen an sich in Frage zu stellen.</p>
<p>Die Perspektive einer friedlichen Gesellschaft liegt im Kampf gegen die Kriegstreiber und im Sturz ihres Gesellschaftssystems. Das ist kein utopischer Gedanke, sondern eine laufende Auseinandersetzung, die früher oder später auf die eine Frage hinausläuft: Wie lassen sich heute schon Ansätze entwickeln, die auf den Bruch mit dem Kapitalismus und dem Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft hinführen?<br />
Was wir sicher sagen können: Den Propaganda-Events der Kriegstreiber mit offener Ablehnung zu begegnen und internationale Solidarität mit den fortschrittlichen Widerstandskräften auf die Straße zu tragen, führt in die richtige Richtung.</p>
<p><strong>Am 15. Februar raus auf die Straße gegen die munich security conference! Rein in den revolutionären Block!</strong></p>
<p><a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/12/SIKO.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Flyer als PDF herunterladen</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>INTERNATIONALE DEBATTE #12 Revolutionärer Volkskrieg: eine Strategie zum Sieg der Guerilla</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2025/02/05/internationale-debatte-12-revolutionaerer-volkskrieg-eine-strategie-zum-sieg-der-guerilla/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 19:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militanz]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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					<description><![CDATA[«Noch keine herrschende Klasse, hat in der Geschichte ihren Platz freiwillig geräumt. Vielmehr haben sie sich immer auch bis zuletzt, verzweifelt an ihre Macht geklammert und auch vom letzten Mittel ihres Machterhaltes, der rohen Gewalt und dem offenen Terror gegen das Volk, ohne jeden Skrupel gebrauch gemacht.» Broschüre hier herunterladen Vorwort Am 15. August, feierten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em><strong>«Noch keine herrschende Klasse, hat in der Geschichte ihren Platz freiwillig geräumt. Vielmehr haben sie sich immer auch bis zuletzt, verzweifelt an ihre Macht geklammert und auch vom letzten Mittel ihres Machterhaltes, der rohen Gewalt und dem offenen Terror gegen das Volk, ohne jeden Skrupel gebrauch gemacht.»</strong></em></p></blockquote>
<p><a href="https://www.aufbau.org/wp-content/uploads/2025/01/ID-12.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Broschüre hier herunterladen</a></p>
<p><strong>Vorwort</strong></p>
<p>Am 15. August, feierten die Guerillaverbände der Freiheitsbewegung Kurdistans ihr 40 jähriges Bestehen. Was vor 40 Jahren, als ein kleines Grüppchen, schlecht bewaffneter, unerfahrener und nicht ausreichend ausgebildeter Partisanen begann, verwandelte sich in nur wenigen Jahrzehnten in eine professionelle revolutionäre Armee, die heute nicht nur die Herrschenden im Mittleren Osten erzittern lässt, sondern auch zu einer hoffnungsstiftenden Inspirationsquelle und Vorbild, für die revolutionäre Bewegung auf der Welt geworden ist. Was den Guerillakämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans, an technischem Wissen, materiellen Ressourcen und langjähriger Erfahrung und Ausbildung mangelte, machten sie durch ihre klare Entschlossenheit und einen unerschütterlichen Glauben an den Sieg ihrer Sache wieder wett. Während der türkische Generalstab, der Guerilla nach der Offensive vom 15. August 1984, nur eine Lebensdauer von wenigen Tagen prognostizierte, – dann habe man mit diesen „Plünderern“ aufgeräumt, so die übermütigen Generäle damals, gelang es der Guerilla, sich innerhalb weniger Jahre auf alle Gebiete, des türkisch besetzten Nordkurdistans auszudehnen. Der Samen fiel auf fruchtbaren Boden und in kürzester Zeit schlossen sich tausende von Jugendlichen aus dem Volk, den Reihen der Befreiungsarmee an.</p>
<p>Der 40 Jährige Kampf der Arbeiterpartei Kurdistans hat in seiner Geschichte immense Errungenschaften hervorgebracht. Nicht zuletzt die Revolution von Rojava, der seit mehr als 12 Jahre ununterbrochen fortgeführte Aufbau der Volksmacht in Nord- und Ostsyrien, die beeindruckende Stärke der Frauenbewegung und überhaupt das Wiedererstarken einer kurdischen nationalen Volkskultur, nach Jahrzehnten der Assimilation und Unterdrückung, der Sprachverbote und der Massaker die im 20. Jahrhundert das Leben Hunderttausender forderten, wären allesamt undenkbar ohne aufopferungsvollen bewaffneten Kampf der Guerilla. Dabei ist es die besondere Stärke der Bewegung gewesen, stets mit einer vorausschauenden Weitsicht, einer enormen strategischen Intelligenz und einem feinen Gespür, für die Wahl der richtigen Taktiken zum richtigen Zeitpunkt, sich flexibel an die Veränderungen des politischen Prozesses, des Weltgeschehens und auch der Offensiven des Gegners anzupassen. Die PKK hat sich niemals gescheut, ihre Fehler offen darzulegen, sich selbst und die bisherige Praxis zu hinterfragen und auf Grundlage einer umfassenden Selbstkritik, sich selbst neu zu schaffen.</p>
<p>Diese Dialektik der Entwicklung des Kampfes ist es, welche die PKK im Jahre 2018 zu einer Neustrukturierung und Reorganisierung ihrer bewaffneten Verbände führen sollte. Angesichts der enormen technischen Entwicklungen, der regelrechten Technologisierung des Schlachtfeldes im 21. Jahrhunderts und dem nicht zu ignorierenden technischen Vorsprung des Gegners, hat die klassische Guerilla des 20. Jahrhunderts, ausgedient, so die Feststellung der Freiheitsbewegung Kurdistans im Jahr 2018. Mit den alten Methoden und Taktiken, war es nicht mehr möglich, vor allem gegen die hochentwickelten Aufklärungstechnologien, der gegnerischen Seite anzukommen. Eine Realität, mit welcher nicht nur die PKK, sondern viele revolutionäre bewaffnet oder militant kämpfende Bewegungen auf der ganzen Welt, zu ringen hatten und weiterhin haben. Ganz gleich ob unter den Kamera- und Gesichtserkennungsystemen der modernen intelligenten Städte, oder unter dem vermeintlich allsehenden Auge der millionenschweren Aufklärungs- und Kampfdrohnen, es bedarf einer neuen Art und Weise der Bewegung, Nutzung des Terrains, Organisationsstruktur und vor allem auch eines Mindsets auf der Höhe der Zeit, bei den Kämpfenden selbst.</p>
<p>Die „Guerilla des 21. Jahrhunderts“ oder auch „Guerilla der Demokratischen Moderne“, wie die PKK ihr ambitioniertes Projekt der Reorganisierung und Neuaufstellung ihrer bewaffneten Einheiten taufte, besitzt dabei jedoch nicht nur, für die Kämpfenden in Kurdistan eine ungeheuer wichtige Bedeutung, sondern hält unserer Meinung nach, auch wichtige Lehren, für die revolutionäre Bewegung weltweit, bereit. So ist es unerheblich unter welchen Bedingungen wir im Moment arbeiten und kämpfen mögen, ob in den Städten oder auf dem Land, unter dem Regime der so genannten bürgerlichen Demokratie oder der faschistischen Diktatur, eine jede Bewegung, die ernsthaft am Bruch mit den bestehenden Verhältnissen arbeitet, wird sich zwangsläufig, früher oder später, auch mit der Frage der Selbstverteidigung und der revolutionären Gewalt, auseinanderzusetzen haben. Noch keine herrschende Klasse, hat in der Geschichte ihren Platz freiwillig geräumt. Vielmehr haben sie sich immer auch bis zuletzt, verzweifelt an ihre Macht geklammert und auch vom letzten Mittel ihres Machterhaltes, der rohen Gewalt und dem offenen Terror gegen das Volk, ohne jeden Skrupel gebrauch gemacht.</p>
<p>Jedes Projekt revolutionärer Gegenmacht, ist zum Scheitern verurteilt, kann es nicht die Frage beantworten, wie die Gewalt des Gegners gebrochen und die Errungenschaften des eigenen Kampfes gesichert werden können. Der bewaffnete Kampf in Kurdistan, ist vor diesem Hintergrund herausragend, beweist er doch, dass es auch im 21. Jahrhundert möglich ist, nicht nur gegen die zweitgrößte NATO-Armee erfolgreich zu widerstehen, sondern man sogar, aller Technik zum Trotz, wichtige Siege erringen kann. Er eröffnet damit einen neuen Horizont und bedeutet, dass die Defensivposition in welche revolutionäre Kämpfe vor allem in den letzten 30 Jahren geraten sind, kein Schicksal sein muss. Er zeigt den Weg zu einer kämpferischen und offensiven Haltung und Kampfweise. Dabei ist die professionalisierte Guerilla des 21. Jahrhunderts, ein zentraler Aspekt in der von der PKK seit 2010 entwickelten Strategie des Revolutionären Volkskriegs, doch bei Weitem nicht die einzige Akteurin. Die von Abdullah Öcalan in seinen Verteidigungsschriften vorgeschlagene Strategie, welche seitdem stetig an die Bedingungen angepasst und verändert wurde, setzt neben der professionellen Guerilla auf dem Land, auch auf professionelle Stadtguerillagruppen im urbanen Umfeld, halbprofessionelle Selbstverteidigungseinheiten und revolutionäre Massengewalt, vor allem der Jugendbewegung, sowie eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen Bündnispartnern der revolutionären Linken der Türkei.</p>
<p>Besonders in den vergangenen Jahren hat die Guerilla dabei den Kampf auf ein neues Niveau gehoben. Mit Hilfe neuer Flugabwehrsysteme, gelang es zum ersten Mal die bewaffneten Kampfdrohnen, das Herzstück der Kriegsstrategie des türkischen Faschismus unschädlich machen. Durch den Einsatz eigener unbemannter Waffensysteme in der Luft, Kamikazedrohnen und Weiterem, hat sich die Guerilla selbst die Dimension der Luft erobert und greift seit Beginn diesen Sommers, die türkischen Stellungen unentwegt an. In mehreren aufeinanderfolgenden „Revolutionären Operationen“ während der Wintermonate, zerstörten die Einheiten der Volksverteidigungskräfte und der Einheiten der Freien Frauen YJA-Star, gleich mehrere Besatzungsposten im irakisch-türkischen Grenzgebiet und zwangen die Invasoren einen Schritt zurück zu machen. Die Kampfweise des Tunnelkriegs, welche ganze Berge in regelrechte Festungen des Widerstands verwandelt hat, hat die türkische Militärführung nach drei Jahren des Kampfes an den Rande der Verzweiflung gebracht. Trotz der Tatsache, dass es der türkischen Armee möglich ist, bestimmte Hügel und Berggipfel zu besetzen, Verkehrsstraßen abzuschneiden und mit Luftlandeoperationen in die Gebiete der Guerilla vorzustoßen, so leisten Einheiten der Guerilla seit mittlerweile fast drei Jahren einen unerbittlichen Widerstand in den, laut der türkischen Kriegspropaganda, vermeintlich besetzten Gebieten des Zap-Gebirges. Dort hat sich die türkische Armee sich an dem weit verzweigten Netz der Kriegstunnel, die Zähne ausgebissen.</p>
<p>In ihrer ungebändigten Wut und um ihre eigene Niederlage gegenüber dem Widerstand der Guerilla zu verbergen, greift die faschistische türkische Armee seit 2023 unentwegt die befreiten Gebiet Nord- und Ostsyriens an, bombardiert die zivile Infrastruktur und versucht die Bevölkerung zur Flucht zu treiben. Doch obgleich der immer wiederkehrenden Angriffswellen, der weitreichenden Zerstörung der Stromversorgung und der Lebensmittelsicherheit, leistet die Bevölkerung einen entschlossenen Widerstand, baut trotzig das Zerstörte wieder auf und die Verteidigungskräfte der Revolution, vergelten jede Aggression, mit Angriffen auf die türkischen Besatzungssoldaten und ihre Helfershelfer. Für uns als revolutionäre Linke in den imperialistischen Metropolen, haben wir einiges vom Kampf der Guerilla, vom Widerstand der Bevölkerung und vor allem von der Einheit beider im Volkskrieg zu lernen. Die Guerilla siegt, weil sie keine isolierte Kraft von Militanten ist, sondern die Massen hinter sich weiß, von ihnen gestützt und versorgt wird und ein integraler Bestandteil eines breiten gesellschaftlichen Kampfes ist.</p>
<p>Auf welche starke Basis, die revolutionären Kräfte sich stützen können, haben vor allem auch die Ereignisse der vergangenen Monate in Syrien gezeigt. Der unbeugsame Abwehrkampf der Völker Nord- und Ostsyriens, die sich an der Seite ihrer Verteidigungskräfte, dem Vormarsch der türkischen Invasionstruppen und ihrer dschihadistischen Milizen, in den Weg stellen, beweist ein weiteres Mal die Kraft der revolutionären Bewegung. Während ein so hochmütiges Regime, wie das des syrischen Diktators Bashar al Assad, entgegen aller nach Außen vor sich her getragenen Selbstsicherheit, in nur binnen 12 Tagen vollständig implodierte, steht die Revolution von Nord- und Ostsyrien auch weiterhin auf einem unerschütterlichen Fundament. Assad stützte seine Macht auf die Schützenhilfe seiner ausländischen Verbündeten, das Projekt der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens, hält dagegen eben nur deswegen stand, weil es sich auf den gemeinsamen Willen der Völker gründet und im Zweifel nur auf die eigene Kraft vertraut. Es sollte nicht verwundern, dass das aus Dschihadisten und Banden aller Couleur zusammengeschusterte Söldnerheer des türkischen Regimes, gegen eine solche Stärke nicht ankommen kann.</p>
<p>Doch wird auch in Nord- und Ostsyrien, ebenso wie in den umkämpften Bergen Kurdistans, nicht ausschließlich ein Kampf von Angesicht zu Angesicht, ausgefochten, vielmehr stehen sich auf den Schlachtfeldern Kurdistans, heute wohl mehr denn je, der Mensch und die Maschine in krassestem Gegensatz gegenüber. Was den Truppen des türkischen Faschismus, an Kampfgeist, Moral, Willenskraft, Kreativität und Unterstützung der lokalen Bevölkerung mangelt, versuchen sie auch in Nord- und Ostsyrien, durch den massiven Einsatz modernster Technik, auszugleichen. Wenn es den Besatzungstruppen, in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder gelungen ist, Teile der befreiten Gebiete an sich zu reißen, so sind diese vermeintlichen Erfolge, vor allem auf die Asymmetrie im Felde der Technik zurückzuführen. Es versteht sich von selbst, dass eine jede revolutionäre Kraft, welche der Natur ihres Kampfes gemäß, immer gegen eine gegnerische Übermacht und die sie unterfütternde technische Überlegenheit antreten muss, nicht so einfach mit dem Gegner gleichauf ziehen kann. Dass, es aber auch für eine revolutionäre Kraft, mit begrenzten Ressourcen, ohne Zugang zu Hochtechnologie und den modernen Waffenschmieden, durchaus möglich ist von neuartigen Techniken erfolgreich Gebrauch zu machen, das haben die Verteidigungskräfte der Revolution auch an den Fronten Nord- und Ostsyriens in den vergangenen Monaten deutlich gezeigt.</p>
<p>Mit dem massiven Nutzung von FPV-Drohnen gegen die türkischen Söldner entlang der Frontlinien und dem erfolgreichen Einsatz von Flugabwehrsystemen, welche eine vielzahl türkischer Kampfdrohnen, – den Stolz der türkischen Rüstungsindustrie, zu Boden brachten, haben sich die revolutionären Kräfte auch in Rojava den Luftraum zu mindest in Teilen, zurückerobert. Durch ausgeklügelte Tunnelsysteme sowie eine an das Gelände und die Witterungsverhältnisse angepasste Tarnung, gelingt es kleinen Einheiten immer wieder, die feindlichen Linien zu infiltrieren und tief in den besetzten Gebieten, erfolgreiche Schläge zu landen. Doch vor allem die Generalmobilisierung und Bewaffnung der Bevölkerung, die Zehntausenden von Menschen die Tag für Tag in allen Städten Nord- und Ostsyriens auf die Straßen gehen um ihre Verbundenheit mit der Revolution und ihre Entschlossenheit an ihren Errungenschaften festzuhalten, zu bekunden, sind eine Warnung an jeden potentiellen Gegner und gleichsam eine Botschaft an die Welt: Was mit Blut, Schweiß und großen Opfern in den 12 Jahren des Kampfes errungen wurde, wird nicht so einfach preisgegeben werden.</p>
<p>Auch wenn die Situation unübersichtlich ist und die politischen Verhältnisse sich rasend schnell ändern, klar ist, von wo auch immer ein Angreifer kommen mag, er wird damit rechnen müssen, einem zum äußersten entschlossenen Widerstand zu begegnen. Während sich in der kommenden Zeit am Horizont die Konturen eines neuen Syriens abzeichnen könnten, dürfte klar sein, die Demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens wird bleiben und auf die eine oder die andere Art und Weise, ein entscheidender Faktor in der Neugestaltung der Region sein. Klar ist, die Stellung welche Revolution heute als eigenständiger Faktor im politischen Geschehen Syriens und der gesamten Region einnimmt, ist nicht so einfach gewährt oder an den Tischen der internationalen Diplomatie ausgehandelt worden, – sie wurde erkämpft, gegen die Spielpläne der imperialistischen Mächte durchgesetzt und gegen den Willen der Herrschenden erzwungen. Dabei ist es auch heute wichtig, einmal mehr zu betonen, dass der Widerstand der kämpfenden Bevölkerung vor Ort, mit Sicherheit der maßgebliche Faktor gewesen ist, doch auch die internationale Solidaritäts- und Widerstandsbewegung, hatte einen entscheidenden Anteil daran, die Position der revolutionären Kräfte zu festigen und die Strategien der Herrschenden zu durchkreuzen. Auch weiterhin gilt es, im Bewusstsein darum, dass wir hier oder dort, mit den selben Gegnern zu kämpfen haben, die Verantwortlichen und Profiteure des Krieges in unseren eigenen Ländern aus der Deckung zu holen und die Hand der revolutionären Kräfte in Kurdistan zu stärken.</p>
<p>Um die Erfahrungen des Kampfes in Kurdistan, für das geneigte Publikum in den kapitalistischen Zentren zugänglich zu machen, wurden in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Broschüren, Textstücken und anderweitigen Materialien erstellt, die allesamt einen authentischen Ausdruck des revolutionären Prozesses in Kurdistan vermitteln und die Situation vor Ort verständlich machen. Auch wenn viel Mühe und Anstrengung in die Arbeiten der vergangenen Jahre geflossen ist, so kann bei Weitem nicht behauptet werden, dass die bisher erstellten Materialien ausreichen, um ein wirklich umfassendes Verständnis der Strategie des Revolutionären Volkskrieges zu erhalten. Wir sind daher überaus glücklich und stolz, mit der vorliegenden Broschüre, zum ersten Mal eine derart umfassende Schilderung und Definition des Revolutionären Volkskrieges, seiner Entwicklung, Erfahrungen, aber auch Herausforderungen vorlegen zu können. Dabei stammt der Text aus erster Hand, direkt von den Widerstandsfronten auf den Bergen Kurdistans und legt das strategische Verständnis der Guerilla Kurdistans dar. Wir sind der festen Überzeugung davon, dass der vorliegende Text, ein wichtiges historisches Dokument darstellt und hoffen, dass er der Leserschaft einen einzigartigen Einblick in die Strategie und Errungenschaften des revolutionären Kampfes in Kurdistan bieten kann.</p>
<p>Auch wenn der Text und das entwickelte strategische Konzept, nicht unter allen Bedingungen als Handlungsanweisung herhalten können und die revolutionären Kräfte Europas sich in einer völlig anderen Etappe des Kampfes befinden mögen, so gilt es dennoch von der Anpassungsfähigkeit, der Methode und der konstanten dialektischen Entwicklung der Bewegung zu lernen. Auch in den imperialistischen Metropolen werden wir uns darauf einstellen müssen, auf schnelle Veränderungen, den unerwarteten Übergang von einer Kampfphase in die nächste und auch mögliche auftretende Lücken in der gegnerischen Front, zu reagieren. Die Fähigkeit in der laufenden Bewegung, die Veränderung der objektiven Bedingungen zu analysieren, die subjektiven Kräfte auf der eigenen Seite ohne Übertreibung und Beschönigungen richtig zu bewerten und in jedem Moment die nötige Anspannung aufzubauen um zum entscheidenden Sprung auszuholen, das gilt es auch für unsere Verhältnisse hier, von der Bewegung in Kurdistan zu lernen. Zu „denken während man voranschreitet, und voranzuschreiten während man denkt“, wie Abdullah Öcalan es formulierte, die eigenen theoretischen Ansätze stets auf den Prüfstein der Praxis zu stellen und wenn nötig auch politisch flexibel, aber ideologisch Prinzipienfest zu agieren und sich stets zu erneuern, das sind die Eigenschaften derer eine revolutionären Kraft bedarf, um bei der Schnelligkeit des politischen Geschehens im 21. Jahrhunderts, die eigene Handlungsfähigkeit zu bewahren.</p>
<p>In diesem Sinne hoffen, wir dass alle Leserinnen und Leser nicht nur eine angeregte Lektüre genießen werden, sondern auch Inspiration, Kraft und wichtige Lehren für die eigene Praxis, aus dem vorliegenden Dokument ziehen können.</p>
<p>Anna Neuberger</p>
<p>Januar 2025</p>
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		<item>
		<title>Immer noch ein Dorn im Auge. Zum Repressions-Spektakel gegen die ehemalige RAF</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2024/03/10/immer-noch-ein-dorn-im-auge-zum-repressions-spektakel-gegen-die-ehemalige-raf/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 10 Mar 2024 22:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Repression]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Klett]]></category>
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		<category><![CDATA[Untergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Jahrzehnten erfolgloser Fahndung durch Polizei und Inlandsgeheimdienst wurde Daniela Klette am 27. Februar in Berlin verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Mit enormem Aufwand, medial inszenierter Öffentlichkeitsfahnung und SEK-Stoßtrupps wird seitdem im Dauereinsatz in Berlin nach den Untergetauchten Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub gefahndet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p lang="zxx">Nach Jahrzehnten erfolgloser Fahndung durch Polizei und Inlandsgeheimdienst wurde Daniela Klette am 27. Februar in Berlin verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Mit enormem Aufwand, medial inszenierter Öffentlichkeitsfahnung und SEK-Stoßtrupps wird seitdem im Dauereinsatz in Berlin nach den Untergetauchten Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub gefahndet. Im Zuge dessen werden fast täglich Wohnungen durchsucht und bisher zehn Personen zwischenzeitlich festgenommen.</p>
<p lang="zxx">Daniela, Burkhard und Ernst-Volker werden der sogenannten &#8222;Dritten Generation&#8220; der Stadtguerilla-Organisation &#8222;Rote Armee Fraktion&#8220; zugeordnet. Hier nur einige Worte zu den drei bekanntesten Aktionen dieser Phase.</p>
<p lang="zxx">Im Dezember 1989 exekutierte die Organisation Alfred Herrhausen, der als Chef der Deutschen Bank eine zentrale Figur des deutschen Kapitals und laut RAF-Erklärung <i>&#8222;mächtigster Wirtschaftsführer in Europa&#8220;</i> war. Im April 1991 traf es den Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder, der an zentraler Stelle dafür sorgte, das ehemalige Volkseigentum der DDR an Banken und Konzerne zu verramschen. In ihrer Erklärung dazu schrieb die RAF: <i>&#8222;Die Arbeit der Treuhand bedeutet für die Menschen mehr als den Verlust ihres Arbeitsplatzes, die Schließung der Betriebe und die Ausrichtung auf Profit von allem, was an Neuem hochgezogen werden soll. In diesem Prozess soll Land und Leuten die Struktur aufgezwungen werden, die das internationale Kapital für seine Herrschaft braucht. Es geht um die Ausrichtung aller Werte auf seine Prinzipien, die neben </i><i>d</i><i>em materiellen Elend von Millionen Arbeitslosen auch die Armut in den Köpfen und Herzen der Menschen bedeutet.&#8220;</i></p>
<p lang="zxx">Der letzte Anschlag der Stadtguerilla-Organisation im März 1993 galt dem Neubau der JVA Weiterstadt in Hessen. Mit mehreren Sprengladungen von insgesamt 200kg zerstörten sie große Teile der noch nicht in Betrieb genommenen Knast-Anlage, nachdem sie das anwesende Wachpersonal zuvor in Sicherheit gebracht <span lang="zxx">hatten</span>. In ihrer Erklärung gingen sie unter anderem auf die Vorreiterrolle der JVA Weiterstadt in der Modernisierung des Knastsystems ein, auf die <i>&#8222;technologische Perfektion von Isolation und Differenzierung von gefangenen Menschen&#8220;</i> und darauf, dass die JVA als Abschiebeknast auch Teil der rassistischen staatlichen Geflüchtetenpolitik werden sollte.</p>
<p lang="zxx">Politik und Medien überbieten sich mit Darstellungen der RAF als &#8222;Inbegriff von Terror und Mord&#8220; und entpolitisieren ihre Mitglieder als &#8222;Kriminelle&#8220;, denen es nicht um die Sache einer gerechten Welt, sondern um Mord und Totschlag ging. Hingegen kaum erwähnt werden geschichtliche Fakten zur Entstehung der RAF – wie auch vieler weiterer Stadtguerilla-Gruppen in diesen Jahren. Entstanden aus der Student:innenbewegung der 68er, agierte die RAF in einer Phase des Aufbruchs, in der viele nationale Befreiungsbewegungen in Afrika, Lateinamerika und Asien bewaffnet für ein Ende imperialistischer Vorherrschaft kämpften. Und in der die USA – mit Hilfe der BRD – in Vietnam einen barbarischen Krieg mit hunderttausenden Todesopfern gegen eine dieser Befreiungsbewegungen und die gesamte Zivilbevölkerung führten. Dabei versprühten sie unter anderem täglich Millionen Liter Gift (u.a. Agent-Orange) über dem Land. Eine Phase, in der die Bullen mit voller Härte gegen die aufflammende Student:innenbewegung vorging , besonders bekannt <span lang="zxx">ist der</span> Mord am Studenten Benno Ohnesorg. Ebenfalls verschwiegen wird gerne der Umstand, dass alte Nazi-Eliten in höchsten Ämter in Politik, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden der BRD ein- und ausgingen, als hätte es keinen Faschismus gegeben.</p>
<p lang="zxx"><span lang="zxx">M</span>it Sicherheit haben wir Differenzen zur politischen Linie, Praxis und Strategie der RAF, die sich im Laufe der Zeit immer mehr von der Arbeiter:innenbewegung und einer proletarischen Klassenposition entfremdete, sich zeitweise sehr stark auf den Kampf gegen Repression, das Knastsystem und für die Freilassung ihrer Genoss:innen fokussierte und keine sichtbaren Anstrengungen für den Aufbau von Organisationen anstellte, die auch im legalen Raum agieren können. <span lang="zxx">T</span>rotz allem ist die RAF Teil unserer revolutionären Geschichte im antagonistischen Kampf gegen kapitalistische Ausbeutung, Kriege und für eine befreite Gesellschaft. Auch wenn das Stadtguerilla-Konzept scheiterte, ist eine heutige Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der RAF und den Gründen des Scheiterns unverzichtbar.</p>
<p lang="zxx"><span lang="zxx">Die konkreten Vorwürfe gegen die Genoss:innen sind</span> Raubüberfällen und Beteiligung an Anschlägen, bei denen niemand zu Schaden kam (Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank, Amerikanische Botschaft, JVA Weiterstadt). Dass der deutsche Staat deswegen eine derartige Jagd und Machtdemonstration inszeniert, hat wenig mit der kriminalistischen Brisanz der Sache zu tun. Es geht um Politik und um das Hier und Jetzt: Der Staat demonstriert in unsicher werdenen Kriegs- und Krisenzeiten Handlungsfähigkeit und Härte gegen Links. Sein Angriff richtet sich damit auch gegen diejenigen, die die aufbrechenden politischen Widersprüche heute als Ausgangspunkt für den Aufbau von Gegenmacht und für militante Interventionen begreifen: Gegen Faschisten und Bullen, Klimakiller-Konzerne und deutsche Kriegstreiber.</p>
<p lang="zxx">Es geht den Herrschenden mit ihrer aktuellen Repressions-Kampagne darum, den bewaffneten Kampf an sich zu delegitimieren. Das wird ihnen aber auch unter größten Anstrengungen nicht gelingen. Die Ursachen für bewaffneten Klassenkampf liegen in der Unversöhnlichkeit der Klassenwidersprüche im Kapitalismus und im Gewaltapparat der Herrschenden. Auf welchem Niveau der Widerstand schließlich stattfindet, ist dann eine Frage der Zuspitzung von Widerspruchsdynamiken, des Charakters und des Entwicklungsgrades der politischen Kräfte, die darin agieren.</p>
<p lang="zxx">Es geht den Herrschenden um eine präventive Botschaft an alle, für die klar ist, dass sich die Frage der Konkretisierung revolutionärer Gegenmacht auch in Zukunft wieder auf verschiedenen Ebenen stellen wird. Innenministerin Nancy Faeser machte das kurz nach der Verhaftung Danielas deutlich, als sie sagte: &#8222;Niemand solle sich im Untergrund sicher fühlen.&#8220; Das richtete sich offensichtlich gegen Links. Die aktuell knapp 500 Nazis, die wegen offenen Haftbefehlen &#8222;gesucht&#8220; werden, dürften erstmal keinen Grund zur Beunruhigung haben.</p>
<p lang="zxx">Der Fall von Daniela zeigt aber auch, dass es möglich war, trotz Verfolgungswillen seitens staatlicher Behörden, jahrelang unentdeckt in der Hauptstadt zu leben. Erfahrungen wie diese sind nicht unwichtig. Die politische Auseinandersetzung und Beziehung zum Kampf der gejagten Genoss:innen fällt heute natürlich schwer, weil die RAF schon lange nicht mehr existiert, weil sie sich nicht äußern kann und auch weil es wenig personelle und politische Kontinuität zwischen der damaligen Kampfphase und heute gibt. Neben der notwendigen Verteidigung und (auch kritischen) Aneignung dieses Teils unserer Geschichte, gilt es jetzt eine Solidarität mit den Gejagten und Gefangenen aufzubauen, die der Mobilisierung des Denunziantentums in der Bevölkerung entgegensteht. Das ist auch eine wichtige Verbindungslinie, zum Umgang mit den aktuell gesuchten Antifaschist:innen aus dem Budapest- und Antifa-Ost-Komplex und dem im vergangenen Frühjahr untergetauchten Stuttgarter Genossen.</p>
<p lang="zxx"><b>Viel Glück und Kraft allen Genoss:innen, die sich derzeit den Fängen des Staates entziehen!<br />
</b><b>Freiheit für Daniela!<br />
</b><b>Der Kampf gegen den Kapitalismus lässt sich nicht befrieden!</b></p>
<p lang="zxx"><a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9763" src="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_1.jpg" alt="" width="1500" height="842" /></a> <a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9764" src="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_2.jpg" alt="" width="1500" height="842" /></a></p>
<p lang="zxx"><a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9765" src="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_3.jpg" alt="" width="1500" height="842" /></a></p>
<p lang="zxx"><a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9766" src="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_4.jpg" alt="" width="1500" height="842" /></a></p>
<p lang="zxx"><a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9767" src="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/Freiheit-fuer-daniela-klett-2024_soligraffiti_5.jpg" alt="" width="1500" height="842" /></a></p>
<p lang="zxx"><a href="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/450113641.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9760" src="https://perspektive-kommunismus.org/wp-content/uploads/2024/03/450113641.jpg" alt="" width="748" height="420" /></a></p>
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		<title>“Arbeitskreis Untergrund”: “Solidarität ist für die Betroffenen und alle Beteiligten spürbar”</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 11:25:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In den letzten Jahren sind mehrere Personen aus der antifaschistischen Bewegung untergetaucht. Bei vielen geht es um direkte Konfrontation mit rechten Kräften. Damit einher gehen Öffentlichkeitsfahndungen und Diskussionen über die Solidarität innerhalb der Linken. Der “AK Untergrund” will eine Debatte über den Umgang anstoßen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p id="in-den-letzten-jahren-sind-mehrere-personen-aus-der-antifaschistischen-bewegung-untergetaucht-bei-vielen-geht-es-um-direkte-konfrontation-mit-rechten-kräften-damit-einher-gehen-öffentlichkeitsfahndungen-und-diskussionen-über-die-solidarität-innerhalb-der-linken-der-8220-ak-untergrund-8221-will-eine-debatte-über-den-umgang-anstoßen-gegenüber-perspektive-online-haben-sie-sich-vergangene-woche-in-einem-schriftlichen-interview-geäußert">In den letzten Jahren sind mehrere Personen aus der antifaschistischen Bewegung untergetaucht. Bei vielen geht es um direkte Konfrontation mit rechten Kräften. Damit einher gehen Öffentlichkeitsfahndungen und Diskussionen über die Solidarität innerhalb der Linken. Der “AK Untergrund” will eine Debatte über den Umgang anstoßen. Gegenüber Perspektive Online haben sie sich in einem schriftlichen Interview geäußert.</p>
<p><a href="https://perspektive-online.net/2024/02/gewaltfreiheit-ist-ein-luxus-den-sich-viele-nicht-leisten-koennen-die-unter-dem-kapitalismus-leiden/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier gehts zum Interview</strong></a></p>
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		<title>Audio-Mitschnitt der Palästina Veranstaltung &#8211; Linke Perspektiven auf den Krieg in Gaza</title>
		<link>https://archiv.revolutionaere-aktion.org/2023/11/22/audio-mitschnitt-der-palaestina-veranstaltung-linke-perspektiven-auf-den-krieg-in-gaza/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 22 Nov 2023 11:38:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit dem 7. Oktober gibt es kein so bestimmendes Thema wie der Krieg Israels gegen die Palästinenser:innen. Um eine Einschätzung zu treffen, braucht es von uns als Kommunist:innen in unserer Analyse einen Blick auf die Geschichte der Unterdrückung durch den Apartheidsstaat Israels, eine Bewertung der Kräfte in Palästina und eine Feststellung wie der deutsche Imperialismus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 7. Oktober gibt es kein so bestimmendes Thema wie der Krieg Israels gegen die Palästinenser:innen. Um eine Einschätzung zu treffen, braucht es von uns als Kommunist:innen in unserer Analyse einen Blick auf die Geschichte der Unterdrückung durch den Apartheidsstaat Israels, eine Bewertung der Kräfte in Palästina und eine Feststellung wie der deutsche Imperialismus agiert. Welche Aufgaben ergeben sich anhand des proletarischen Internationalismus für uns? Hier der Audio-Mitschnitt der Veranstaltung.</p>

<a href='https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2023/11/Palestine-Veranstaltung-2023.cleaned.mp3' class="mtli_attachment mtli_mp3">Audio-Mitschnitt der Veranstaltung</a>

<p><a href="https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2023/11/Palestine-Veranstaltung-2023.cleaned.mp3" class="mtli_attachment mtli_mp3" target="_blank" rel="noopener">Download</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Audio-Trailer</strong></p>

<a href='https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2023/11/Trailer.cleaned.mp3' class="mtli_attachment mtli_mp3">Audio-Trailer</a>

<p><a href="https://archiv.revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2023/11/Trailer.cleaned.mp3" class="mtli_attachment mtli_mp3" target="_blank" rel="noopener">Trailer</a></p>
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